Elektroautos – Günstige Batterien bei Tesla führen zu schnellen Gewinnen beim Model S
Der Elektroautopionier Tesla aus Kalifornien will schon mit 20.000 pro Jahr verkauften Tesla Model S Gewinne einfahren, so der CTO (Chief Technology Officer) von Tesla, J.B. Straubel, in einem Interview mit Bloomberg. Im Gegensatz dazu erwartet der Vorsitzende des Vorstands von Nissan, Carlos Ghosn, dass erst bei 500.000 elektrisch betriebenen Nissan die Gewinnschwelle erreicht wird.
Als Grund hierfür sehe Straubel laut Interview die größeren Lithium-Ionen-Batterien von Nissan als betriebswirtschaftlich problematisch, mit diesen sei die Gewinnschwelle erst sehr spät zu erreichen. Der Vorteil von Tesla sei eben hauptsächlich durch den geringen Batteriepreis zu begründen. Der Preisvorteil ergibt sich durch die Verwendung von kleinen Lithium-Ionen-Batterien, nichts anderes als modifizierte Laptop-Akkus.
Tesla habe daher die Möglichkeit Batterien mit einem Preis von 200 Dollar pro Kilowattstunde (kWh) im Model S zu verbauen, wohingegen andere Hersteller mit großen Lithium-Ionen-Batterien mit 700 bis 800 Dollar pro Kilowattstunde rechnen müssen, so einer der Tesla-Gründer Martin Eberhard. Auch für den Nissan Leaf wird der Preis pro Kilowattstunde mit knapp unter 750 Dollar angegeben.
Die Mittelklasse-Limousine Model S soll Ende 2012 auf den Markt kommen. Produziert wird es in dem von Toyota erworbenen Werk NUMMI (New United Motor Manufacturing Inc.) in Kalifornien. Jährlich sollen dort 20.000 Model S produziert werden. Preislich soll die Tesla-Limousine bei 57.400 Dollar in den USA zu bekommen sein. Laut Angaben von Tesla seien schon 3.000 Stück (Stand Dezember) vorbestellt, bei einer zu leistenden Anzahlung von rund 4.000 Euro kein schlechtes Vorbestellungs-Ergebnis.
www.greenmotorsblog.de

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