Elektroautos – Karbon macht Elektroautos leicht und robust
Karbon wird bei der Herstellung von Hybridautos und Elektroautos eine immer größere Rolle spielen. Der Grund hierfür liegt in der Leichtigkeit und Festigkeit des Werkstoffs, wodurch er im Fahrzeugbau zunehmend eine attraktive Alternative zu Aluminium und Stahl wird.
Sicherheit und Ausstattung führen seit Jahrzehnten zu mehr Gewicht im Fahrzeug und damit auch zu mehr Verbrauch und CO2-Ausstoß. Beinahe jedes Auto ist heute schon mit ABS, Airbags oder ESP ausgestattet. Im Vergleich: Ein Golf GTI von 1976 wog noch 810 Kilogramm, ein aktueller Golf GTI fast 1.400 Kilogramm. Aufgrund der geringen Energiedichte von Batterien bei Elektroautos und Hybridautos, spielt das Gewicht bei diesen Fahrzeugen eine immense Rolle.
Karbon oder auch „CFK“ (Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) ist das Zauberwort, welches Autobauer und Konstrukteure derzeit beschäftigt. CFK ist leichter und stabiler als Aluminium oder Stahl und daher ein heiß begehrtes Material für die Automobilindustrie, vor allem für den Bau von Elektroautos, da bei diesen Fahrzeugen das Gewicht eine erhebliche Auswirkung auf die Reichweite hat. Leider bringt der Werkstoff auch noch einige Nachteile mit sich, so ist der Preis von CFK noch etwa 50 mal höher als der von Stahl. Der immense Einsatz von Energie zur Herstellung und Massen an Ausschuss spielen hierbei eine große Rolle. Auch gibt es bislang größte Schwierigkeiten den Werkstoff automatisch herzustellen, so dass ein hoher Anteil an Handarbeit bislang noch unverzichtbar ist.
Die Automobilhersteller setzen in großem Maße auf CFK. So ist BMW über die Beteiligungsgesellschaft Skion der Quandt-Erbin und BMW-Aktionärin Klatten indirekt mit rund 22 Prozent an SGL Carbon beteiligt. Jüngst ist auch der Wolfsburger VW-Konzern mit 8,18 Prozent bei SGL eingestiegen. Auch Daimler hat im Januar 2011 ein Joint-Venture mit dem Weltmarktführer für Kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff gegründet. Die Vermarktung und Herstellung von Automobilteilen aus Karbon voranzutreiben ist hierbei das Ziel der Unternehmung.
BMW bringt 2013 das Elektroauto BMW i3 auf den Markt und setzt bei der Verwendung der Materialien auf den innovativen Einsatz von CFK. Hierfür werden in einer extra dafür gebauten Fabrik in Moses Lake (USA) ab Juli 2011 Kohlefasern produziert. Natürlich kommt der Strom für die Produktion ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen.
www.greenmotorsblog.de
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Den letzten Satz finde ich sehr wichtig (zumindest wenn es sich bewahrheitet). Damit würde man dem Ziel näher kommen ein wirklich “grünes” Produkt zu bekommen, welches in sämtlichen Schritten (ausgenommen im Moment wahrscheinlich noch der Transport) mit alternativen Energien bzw. erneuerbaren Energieträgern hergestellt wurde.