Elektroautos – Porsche Tuner RUF startet Feldversuch mit Fahrzeugen auf 911er Basis


Der Allgäuer Porsche Tuner RUF wird mit Siemens zusammen noch im ersten Halbjahr 2011  einen Feldversuch mit gemeinsam entwickelten Elektroautos auf Basis des Porsche 911 starten.

Schon seit Jahren forscht und entwickelt der Kleinserien-Hersteller aus dem beschaulichen Pfaffenhausen an potenten Elektroautos. Bereits 2008 konnte Firmenchef Alois Ruf so einen fahrbereiten Elektroflitzer auf Basis des Porsche 911 präsentieren. 2009 folgte der eRUF Stormster, ein Elektroauto auf Basis des Porsche Cayenne. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Firma eher für die optische wie auch technische Veredelung von Porsche-Modellen bekannt und stellte Boliden mit Leistungen weit jenseits der 500 PS-Marke auf die Räder – benzinbefeuert wohlgemerkt.

Das macht RUF auch weiterhin. Aber Alois Ruf ist ein Visionär.  So betreibt er Wasserkraftwerke die weit mehr Strom produzieren als seine Firma jährlich verbraucht. Passend dazu treibt er die Elektromobilität voran. Noch in den ersten 6 Monaten dieses Jahres werden deshalb auch 10 Stück der gemeinsam mit Siemens entwickelten Elektro-Sportwagen in einen Feldversuch starten. Drei Konfigurationen werden darin auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Alle basieren auf dem Porsche 997 Carrera, unterscheiden sich jedoch technisch wie folgt voneinander:

1. Ein-Motoren-Konzept

- Siemens-Elektromotor (180kW) und Inverter
- Porsche Seriengetriebe
- Lithium-Ionen-Batterien mit einem Energiegehalt von 29 kWh
- Intergrierte Ladegeräte, DCDC-Wandler, Steckdose, Stecker und Ladekabel
- Innenraumheizung
- Datenerfassungsgerät zur Auswertung und Dokumentation der Lade-, Fahr- und Komponentendaten
- Reichweite ca. 150 km, Höchstgeschwindigkeit ca. 220 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in ca. 7 Sekunden

2. Zwei-Motoren-Konzept mit Zweigang-Getriebe

- Zwei quer angeordnete Siemens-Synchron-Motoren (250 kW) und zwei Inverter
- Automatisiertes Zweigang-Getriebe, Sperrdifferential
- Flüssigkeitsgekühlte und heizbare Lithium-Ionen-Batterien mit einem Energieinhalt von 36.6 kWh
- Intergriertes Ladegerät, DCDC-Wandler, Steckdose, Stecker und Ladekabel
- Innenraumheizung
- Datenerfassungsgerät zur Auswertung und Dokumentation der Lade-, Fahr- und Komponentendaten
- Reichweite ca. 200 km, Höchstgeschwindigkeit ca. 220 km/ h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in ca. 5 Sekunden

3. Zwei-Motoren-Konzept mit Torque-Vectoring

- Zwei quer angeordnete Siemens-Synchron-Motoren (250 kW) und zwei Inverter
- Zwei getrennte Winkelgetriebe zum unabhängigen Antrieb der Räder
- Flüssigkeitsgekühlte und heizbare Lithium-Ionen-Batterien mit einem Energieinhalt von 36.6 kWh
- Ladekonzept über Inverter, DCDC-Wandler, Steckdose, Stecker und Ladekabel
- Innenraumheizung
- Datenerfassungsgerät zur Auswertung und Dokumentation der Lade-, Fahr- und Komponentendaten
- Reichweite ca. 200 km, Höchstgeschwindigkeit ca. 180 km/h, Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in ca. 5 Sekunden

(Quelle:RUF)

Wir finden es großartig, dass Alois Ruf nicht nur aus Imagegründen sondern aus Überzeugung weiterdenkt und viel Geld und Zeit in die Forschung und Entwicklung von Elektroautos steckt.

greenmotorsblog.de

1 Kommentar

  1. E-Auto-Fan sagt:

    Das klingt nach wirklich spannenden Neuerungen. Mit der Verfügbarkeit immer besserer Elektroautos wird auch die Zahl der Ladestationen steigen und damit die Zahl der Kunden. Ich gehe davon aus, dass E-Autos in den kommenden fünf Jahren zu etwas ganz Alltäglichem werden. Bald wird es auch kein Problem mehr sein Fernfahrten zu unternehmen wenn erst mal die Lade Technologie stimmt. Bleibt zu hoffen, dass die politik auch mal ihre Versprechen einhält und sich weiter aktiv um die Förderung des Ganzen bemüht.

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