Formula Student – Unter Spannung zum Erfolg
Die Scuderia Mensa HS RheinMain Racing hat in der vergangenen Saison mit dem SPR11E Rennboliden den Einstieg in die Klasse der Elektrorennwagen geschafft.
Die „Tessie“, wie das Fahrzeug auch liebevoll umschrieben wird, verfügt über einen Antrieb aus 90 Lithium-Polymer Zellen, die den nötigen Strom für zwei 60 kW / 82 PS bürstenlose Gleichstrommotoren liefern und somit ausreichend Leistung für den Rüsselsheimer Hochschulrenner bereitstellen.
Das Projekt SPR11E begann bereits vor über einem Jahr. Knapp zwanzig Studenten aus vier unterschiedlichen Fachbereichen stellten damals die ersten Pläne für das neue Elektrofahrzeug zusammen. Als im Frühjahr die interdisziplinäre Zusammenarbeit des Teams in die Fertigungsphase des Autos ging rechnete man zunächst noch nicht damit, dass der Umstieg auf das neue Konzept ungeahnten „Strom“ in Anspruch nehmen wird. Bereits bei der Präsentation des SPR11E am 23.07.2011 im Adam Opel Auditorium in Rüsselsheim sah man den Teammitgliedern die viele Arbeit der vergangenen
Nächte förmlich an. Auch die bereits über vierzig Sponsoren, zu denen nicht nur die Adam Opel AG und die Stadt Rüsselsheim zählten fieberten mit den Studenten. Es galt zu dieser Zeit noch an fast allen Baustellen nachzuarbeiten. Besonders die Regelung des neuen Fahrzeugs bereitete viele schlaflose Nächte. Dennoch stand das Ziel: „In zwei Wochen auf dem Hockenheimring werden wir dabei sein!“ Formula Student Germany heißt das große Event, dass jährlich Anfang August auf dem Hockenheimring ausgetragen wird und hier galt es zunächst vor einer Fachjury aus Industrie und Wirtschaft zu bestehen. Die Scuderia Mensa bestand und war trotz technischer Schwierigkeiten eines von nur insgesamt neun Teams, die den abschließenden Endurance über 22 km erfolgreich absolvierte.
Somit reichte es am Ende für die Rüsselsheimer zum 18. Platz in der Gesamtwertung von 31 Teams. „Wir wussten, dass wir noch etwas Zeit brauchten, aber dieser Erfolg ist für uns die größte Belohnung unserer Arbeit!“ Zeit sollte das Team noch etwas bekommen, denn die Saison schloss erst im September in Turin, Italien ab. Hier war noch einmal die Möglichkeit sich zu beweisen. Mit mehr Leistung, einem zuverlässigen Fahrzeug und einem ausnahmslos engagierten Team nahm in Italien die Saison mit Platz fünf seinen Abschluss und setzte auf diese Weise ein Zeichen für Rüsselsheimer Ingenieurarbeit.
Natürlich blieb das Team während seiner Saison nicht unbeobachtet. Aus diesem Grund fand man den gelben Rennboliden zwischenzeitig sogar auf der IAA in Frankfurt wieder.
Viele der Sponsoren streben eine neue Zusammenarbeit mit dem Team an und die Ziele für das Jahr 2012 sind bereits gesetzt. Neben den Saisonzielen ein noch leichteres, noch effizienteres und noch schnelleres Auto zu bauen möchte das Team in Zukunft mehr Aufmerksamkeit für die Formula Student Rennserie erregen. „Das Projekt bietet den Ingenieuren von morgen bereits während des Studiums Erfahrungen in fast allen Bereichen einer Unternehmensstruktur zu erlangen und gute Ingenieure brauchen Erfahrung.“
greenmotorsblog.de – Quelle: www.ökonews.at – holler

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