IAA 2011 Rückblick – Alles effizienter, elektrischer, schöner?
Am 15. 9. eröffnete die weltgrößte Automobilausstellung ihre Pforten – Was gibt es Neues zur Elektromobilität?
Die Pressepräsentationen an den beiden ersten Tagen der IAA waren ein exquisites Schauspiel und zeigten vor allem: Der Branche geht es gut und die Krise scheint überwunden. Dominantes Thema: Effizienz und Leichtbau, sowie viele, viele E-Mobile, Elektroauto-Prototypen, -Studien und Ankündigungen der deutschen Hersteller dazu.
Ein Blick zu den zahlreich vertretenen Zulieferern zeigt klar: Es geht vorwärts, die OEM´s (Original Equipment Manufacturer) verlangen von den Zulieferern massive Anstrengungen zu den obigen Themen. Immerhin kommen 75% der Wertschöpfung eines deutschen Automobils von eben diesen Zulieferbetrieben (Wiessmann, VDA). So wird massiv nach Fachpersonal für den Batteriebereich und nach E-Fahrzeug-Ingenieuren gesucht. Als Beispiel eines neuen Geschäftsmodells erklärte Filterspezialist Mann&Hummel, ein Werk für Batterierahmen in den USA zu bauen und dort in Zukunft täglich 160.000 derartiger Rahmen für die Befestigung der Zellen zu fertigen.
Was hat der Liebhaber deutscher PKW´s jetzt davon? Erst einmal nur die Vorfreude auf die CO-2 freie Mobilität, die sowohl BMW als auch Daimler propagieren. “Unser Fahrstrom muss aus erneuerbaren Energiequellen kommen”, stand da bei BMW an der LED Wand zu lesen. Die richtige Entscheidung, erstmals so betont dargestellt, das war die eigentliche Überraschung.
Bei VW wurde die VW UP Familie vorgestellt: Vom Strandbuggy bis zu Kleinfamilienfahrzeug ist hier alles zu haben und es wird auch einen Elektro-Up geben. Auf dem Stand der TU München fand sich ein bemerkenswertes City Car Concept: Der MUTE ist ein Zweisitzer, der richtig gut aussieht und mit diversesten versteckten Sensationen aufwartet: Ein open Source BMS (Batteriemanagementsystem) aus der Kooperation mit der LionSmart GmbH, das erstmals jedem Kunden (privat oder Energieversorger) die Möglichkeit geben wird, seine konkreten Anforderungen zu implementieren. Dies sollten sich die Netzbetreiber genau ansehen. Hier ist ein Schlüssel für die europäische Energieversorgungsicherheit dargestellt.
Oder: Ein perfekt integriertes I-Pad, das ein geniales Navi enthält und sich via Lenkradverstellung zum Fahrer bewegt. Auch ein Fahrzeuggesamtgewicht von nur 550 kg bei einer Spitze von 120 km/h und ausgezeichneter passiver Sicherheit der Zelle überzeugen. Ja, die Studiosi der TUM haben gezeigt, wie kostengünstige, attraktive und ressourcenschonende Mobilität aussehen kann.
Es ist zu wünschen, dass sich ein Hersteller findet, der den Wert der Studie erkennt und diese umsetzt. Der Technikvorstand von Daimler, Dr. Thomas Weber, ließ sich jedenfalls das Konzept sehr genau erklären.
Es ist zu hoffen, dass den Ankündigungen die Taten folgen. Die Konsumenten sind ja nun wohl lang genug auf die Folter gespannt worden.
greenmotorsblog.de – Quelle: oekonews.at, holler/roland damai

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So ist es. Aber der Anfang des Artikels sagt meiner Meinung nach schon alles…
Der Branche geht es gut, von Krise nichts zu spüren. Nur passiert das doch auch zu einem sehr großen Teil durch Steuergelder. Leider sind die deutschen Autobauer nicht so viel besser als die Banken und haben die Politik in der Hand.
Ich finde es sehr schade, dass die deutschen Hersteller jetzt schon sehr lange die Stromautos immer weiter nach hinten verschieben. Wenigstens macht Opel jetzt schon mal den Anfang.
Kann man nur auf endlich gute deutsche Hybrid/Elektroautos die auch bezahlbar sind hoffen. Und dass die Branche nicht nur Prototypen baut.