Hybridautos – Eine kleine Übersicht über die verschiedenen Varianten


Porsche GT3 R Hybrid

Hybridautos kennt inzwischen jedes Kind, doch was wirklich dahinter steckt ist oft nicht klar. Ein Hybridauto ist nicht gleich ein Hybridauto, denn verschiedene Techniken kommen hier zum Einsatz. Wir haben Ihnen daher eine Übersicht der verschiedenen Antriebsarten  zusammengestellt:

Mikro-Hybrid

Mikrohybride sind gekennzeichnet durch eine Start-Stopp-Automatik und die so genannte Bremsenergierückgewinnung (Rekuperation). Als Motorisierung dient ein Verbrennungsmotor und es gibt keinen Elektromotor für den Vortrieb. Dennoch lassen sich damit Spriteinsparungen von bis zu 10 Prozent realisieren.

Mild-Hybrid

Mildhybride haben einen Elektromotor und ein System zur Bremsenergierückgewinnung. Die Leistung des Elektromotors alleine ist nicht ausreichend, um das Fahrzeug fortzubewegen. Vielmehr dient der Elektromotor beim Mild-Hybrid der Beschleunigungsunterstützung, von der Funktion vergleichbar mit einem Turbolader.

Vollhybrid

Bei Vollhybriden ist der Elektromotor meist derart leistungsstark ausgestaltet, dass rein elektrisches Fahren zumindest für kurze Strecken möglich ist. Bekanntester Vertreter ist hierbei der Toyota Prius.

Paralleler Hybrid

Bei einem Hybridauto mit parallelem Hybridantrieb ist sowohl der Elektromotor als auch der Verbrennungsmotor mit dem Antriebsstrang verbunden. Je nach Ladungsstand der Batterie können sie getrennt oder gemeinsam für den Vortrieb sorgen.

Serieller Hybrid

Bei dieser Bauweise ist lediglich der Elektromotor mit dem Antriebsstrang verbunden und der Verbrennungsmotor liefert dann über einen Generator Strom für die Akkumulatoren. Der Verbrennungsmotor  ist eigentlich ein Range-Extender und dient nur als „Kraftwerk“ für die Energiegewinnung.

Plug-In Hybrid

Plug-In Hybridautos können noch zusätzlich die Batterien an einer Steckdose aufladen, die Akkus werden nicht nur durch einen Verbrennungsmotor aufgeladen. Fahrzeuge mit Plug-In Hybrid sind ebenfalls Vollhybride, da hier rein elektrisches Fahren möglich ist. „Plug in“ heißt so viel wie „einstecken“.

Kinetischer Hybrid

Eine Variante des kinetischen Hybrids wird derzeit im Porsche GT3 R Hybrid eingesetzt. Beim Bremsen wird die Energie in einem Schwungradspeicher gespeichert und die kinetische Energie beim Beschleunigen wieder eingesetzt. Hierbei rotiert  im Schwungradspeicher ein Rotor mit bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute und die Energie kann abgerufen werden, indem das Schwungrad elektromagnetisch abgebremst wird. Dieses System funktioniert aber nur im Rennbetrieb, da es nur dort zu extremen Brems- und Beschleunigungskräften kommt.

Wir hoffen Ihnen damit eine kleine Übersicht über die verschiedenen Hybridantriebsarten gegeben zu haben. Aber auch andere Hybridvarianten sind derzeit in der Entwicklung, allerdings in Straßenfahrzeugen selten bis gar nicht zu finden. Zu erwähnen sind hierbei noch Hydrostatischer Hybrid und Pneumatischer Hybrid.

greenmotorsblog.de

2 Kommentare

  1. Danke für die kurze und prägnante Übericht. Hybridfahrzeuge oder rein elektrische Fahrzeuge mit Range Extender werden sich wegen der uneingeschränkten Reichweite als erstes beim Nutzer durchsetzen. Speziell hinsichtlich der aktuell doch drastisch schwankenden bzw. steigenden Benzinpreise könnten sich solche Varianten bereits früher als gedacht auf dem Markt durchsetzen.
    Rein elektrische Fahrzeuge werden wohl vermehrt zunächst in Nischenanwendungen zum Einsatz kommen, jedoch werden auch diese sich immer mehr im Markt integrieren.

  2. Super Übersicht! Danke! Hatte eigentlich nach Schwungradspeichern gesucht und bin hier gelandet. Wusste gar nicht, dass die auch in Autos einsetzbar sind.

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