Opel Ampera und Chevy Volt liegen vorerst auf Eis


Nach dem Brandfall eines verunfallten Chevy Volt stoppt GM den Verkauf der beiden Range-Extender Modelle vorerst.

Es ist durchaus ein kurioser Fall der die Auslieferung des Opel Ampera und die des Chevrolet Volt so abrupt stoppt. Nach einem bestandenen Crashtest der US-Sicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), in etwa das amerikanische Äquivalent zum hiesigen TÜV, wurde der beim Crashtest verwendete Chevy Volt auf einem Gelände abgestellt. Nach drei Wochen dann, brannte das Auto ohne ersichtlichen Grund ab. Schnell war aber der Ausgangspunkt des Feuers gefunden, die noch aufgeladenen Batteriemodule.

GM arbeitet nun fieberhaft daran den Risikofaktor einer noch geladenen Batterie durch eine möglichst rasche Entladung nach einem Crash zu minimieren. „Es ist derzeit nicht absehbar, wann wir mit der Auslieferung beginnen können“, so ein Sprecher von Opel. Damit dürfte dann also klar sein, dass die Auslieferung der aktuell 6.500 in Europa vorbestellten Opel Ampera zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben ist.

Beide Fahrzeuge, der Ampera und der Volt, sind mit einem sog. Range-Extender System ausgestattet. Die Autos werden von einem 100 kW / 150 PS leistenden Elektromotor angetrieben, der als Primärantrieb arbeitet. Den für den Betrieb notwendigen Strom bezieht dieser zunächst aus einer 16 kWh fassenden Batterieeinheit, die an der haushaltsüblichen Steckdose aufgeladen werden kann. Sind die Akkus bis auf einen Füllstand von 30% entladen, springt der 1,4 l große und 60 kW / 81 PS leistende Vierzylinder-Benziner an, der dann als Stromgenerator / Range-Extender fungiert. Für die ersten 100 km sollen der Apera und der Volt einen Verbrauch von 1,4 Litern Benzin haben. Für alle weiteren 100 km werden nach der Verbrauchsnorm ECE R101 etwa 4,8 Liter fällig. Die Reichweite insgesamt beläuft sich auf bis zu 500 km.

Der Opel Ampera ist zu einem Preis von 42.950 € zu haben, der Chevy Volt ist mit 41.950 € genau 1.000 € günstiger. Wir drücken den Ingenieuren die Daumen, dass sie das Problem schnellstmöglich lösen können.

greenmotorsblog.de


1 Kommentar

  1. Rainer sagt:

    Ich denke, dass man das “Problem” nicht zu sehr als soches Problem sehen sollte. Denn es ist in der Realität wohl eher selten, dass ein auto nach mehreren Überschlägen noch 3 Wochen liegt, bevor es gefunden wird. Eine Gefahr für die Insassen besteht in dem Fall meiner Meinung nach jedenfalls nicht.
    Ein Tank ist im Falle eines Crashs sicherlich ein größerer Problemherd.

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