Subventionen für Elektromobilität – VW, Daimler und BMW sahnen ab


Die deutsche Bundesregierung subventioniert die Elektromobilität mit hunderten Millionen die primär unter VW, Daimler und BMW aufgeteilt werden.

Aus dem Konjunkturpaket II fließen 500 Mio. Euro in die Elektromobilität, primär in die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der großen deutschen Automobilhersteller. Das größte Stück vom Kuchen hat sich mit 64 Mio. € die Daimler AG gesichert. Auf dem zweiten Platz rangiert BMW mit 26,8 Mio. € u.a. für ein faltbares Elektro-Fahrrad. Mit 17,6 Mio. Euro an Subventionen kann sich VW auch nicht gerade über zu wenig finanzielle Zuwendung beklagen. Grund zur Klage hätten eher Ford mit 4,7 Mio., Audi mit 4,1 Mio. und Opel mit nur noch 0,8 Mio. €. Aus der Reihe tanzt dabei die Porsche AG, die mit 2,9 Mio. bedacht wurde die nicht aus dem Konjunkturpaket II stammen.

Dass die Forschung und Entwicklung in Sachen Elektromobilität unterstützt wird, ist ja nicht mehr als richtig. Nicht ganz leicht fällt es allerdings zu verstehen, weshalb Konzerne die erst neulich Milliardengewinne verkündet haben mit immensen Steuergeldern staatlich unterstützt werden.

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8 Kommentare

  1. hm sagt:

    Lustig… Subventionen ohne ende kassieren, aber nichts gutes auf den Markt bringen. Das brauchbare kommt aus dem Ausland, sofern es vom engstirnigen Verbraucher akzeptiert.wird…

  2. power sagt:

    Wenn man bedenkt, was für Gewinne diese Unternehmen am Ende des Jahres einstreichen, klingen diese enorme Summen sehr makaber. Es geht darum Elektromobilität in Deutschland auf die Straße zu bringen. Da wäre die Alternative den Kaufpreis der Elektroautos zu subventionieren, wie es viele anderen Staaten handhaben, viel zielorientierter.

  3. W.Schäfers sagt:

    Die Konzerne, die mehrere Milliarden Gewinne pro Jahr mit konventioneller Technik erzielen, sollten ihrem selbsternannten Ruf von zB Vorsprung durch Technik endlich mal gerecht werden.- Fördergelder vom Staat (Steuerzahler) für diese Konzerne sind für mich nicht nachvollziehbar. Gelder für neue Technologien sollten nur in “neue” und zukunftsorientierte Konzernköpfe fließen. Besser noch in die Firmen und Konzepte, die Mobilität grundlegend überdenken, verwirklichen und bestrebt sind nicht den Gewinn, sondern zeitgemäße Technologien im Focus zu haben. E-Mobilität made by VW und Co ist nichts anders als ein Motorentausch. Neue Konzepte sehen anders aus. Leichter, variabler, Kleiner in den Außenmaßen, befreit von unnötigen technischen Spielereien, nutzungsorientierter, preiswerter, weniger Störanfällig,mit ökologischen und organischen Werkstoffen und geschwindigkeitsbegrenzt. Hinzu kommen Carsharing, Akkuleasing, Wechselakkustationen, Infrastruktur der Ladestationen und mehr. Diese Konzepte liegen vor und sind von Kleinserienherstellern und Konkurrenten aus F, Japan, Korea, USA etc. bereits umgesetzt. Hier sehe ich Handlungsbedarf an Fördergeldern. Für innovative Konzepte, um das Betonkopfdenken der etablierten deutschen KFZ Hersteller zu durchbrechen und eine Vorreiterrolle in Sachen neue Mobilität zu erzielen. Fördergelder für Information und das Anstoßen zu neuen Mobilitätskonzepten für den Verbraucher könnten ein Umdenken und eine kleine Revolution in Sachen Mobilität eher auslösen als die Gelder für zB VW. Warum das Etablierte fördern, wenn das Neue liegt schon so nahe.-
    Ach, ich vergaß, dass die Politik weitgehend korrumpiert und von Lobbyisten unterwandert ist. Na, ja, dann bleibt ja alles beim Alten.

  4. HM sagt:

    Respekt… Gut, dass das Geld nicht an Bedingungen, wie ein brauchbares E-Auto auf den Markt zu bringen. Meine Gute, was sind diese Hersteller rückständig und unfähig! Sogar mit diesen Subventionen können sie nicht mit der ausländischen Konkurrenz gleichziehen. Autoland Deutschland geht den Bach runter und wird von allen überholt und die wenigsten merken es…. Traurig, traurig… Naja. Mal sehen, wann Tata und Dacia den Ingolstädtern, Wolfsburgern, Münchnern und Stuttgartern Konkurenz macht. *g*

  5. Wenn ich mich richtig erinnere, dann gibt es eine Partnerschaft zwischen Daimler und RWE zum Elektroauto, welche seit etwa 2007 in Berlin eine Testflotte von über 1000 Autos betreiben, von denen ich jedoch bisher kein einziges selbst gesehen habe. (E-Smart). Die Financial Times Deutschland FTD hat heute geschrieben, dass der e-Smart 2012 auf den Privat-Kunden Markt erhältlich sein wird. Wäre ja cool, wenn wegen des e-Autos die Energieversorger sich mal ein bisschen besser um die Netze kümmern würden.

  6. Charles Charbonnier sagt:

    Die Ankündigung von BMW nun Hybrid-autos zu bauen ist eine einzige Lachnummer. Im Vergleich mit z.B. Lexus Fahrzeugen, die schon seit Jahren erfolgreich im Markt sind, scheint es, dass BMW mit siener nun vorgestellten Technologie nur die Subventionen abstauben will. Subventionen sollte es nur geben, wenn auch tatsächlich bessere Produkte als die bestehenden entwickelt werden. Das ist wahrscheinlich bei BMW nicht der Fall, das die dafür notwendigen Lizenzen für Patente leider in Japan liegen! BMW hat die Zeit eifach verschlafen.

  7. Thomas sagt:

    Hallo Herr Charbonnier,

    wir glauben schon, dass bei den deutschen OEMs viel Entwicklungsarbeit geleistet wird. Wir geben Ihnen allerdings in soweit Recht als dass es nur schwerlich nachvollziehbar ist, weshalb es für Unternehmen mit Milliardengewinnen Subventionen gibt. Im Rahmen der Förderung von Elektromobilität gibt es aber wohl auch ein Gebot zur Gleichbehandlung, somit kann offensichtlich leider nicht zwischen Milliarden-Konzern, Mittelstand oder Kleinunternehmen unterscheiden werden.

    Viele Grüße,
    Thomas – greenmotorsblog.de

  8. David sagt:

    Bis 2020 soll eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollen. Das glaubt auch die Mehrheit der Deutschen. Experten schätzen, dass man den Kauf eines Elektroautos mit 2000€ subventionieren muss, um das Ganze attraktiv zu machen.

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